Telearbeit

Home-Office und Remote-Arbeit

Bei der Arbeit im Home-Office, ist der Arbeitgeber nicht nur verpflichtet einen Rechner zur Verfügung zu stellen, er muß sich auch um alle Aspekte des Arbeitsschutzes kümmern. Daher ist der Arbeitgeber auch verpflichtet, einen ordnungsgemäßen Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Bildschirm und Peripherie zu bereitzustellen, gegebenenfalls sogar eine Internetleitung. Dies ist einer der Gründe, warum sich viele Arbeitgeber gegen den Begriff "Home-Office" sträuben

Bei Remote-Arbeit ist der Arbeitgeber lediglich verplfichtet, den Arbeitnehmer in die Lage zu versetzen, arbeitsfähig zu sein. Dies bedeutet in der Regel, daß der Arbeitgeber lediglich die Anmeldung an einem Terminal-Server-Dienst ermöglicht, während der Arbeitnehmer für den Rechner und die Internetanbindung selber zu sorgen hat. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, sich um eine ordnungsgemäße Ausstattung des Arbeitsplatzes im Sinne des Arbeitsschutzes zu kümmern.

Firmenrechner

Der Arbeitgeber stellt einen Rechner bereit, dieser wird über ein Virtual Private Network (VPN) mit dem Firmennetzwerk verbunden, und die Anwendungen werden vom Rechner oder aus dem Firmennetzwerk gestartet.

Für die Nutzung des VPNs ist jede Art von Internetanbindung geeignet, sogar ein unverschlüsseltes öffentliches drahtloses Netzwerk. Die Verschlüsselung der Netzwerkverbindung erfolgt über den VPN-Client.

Der Vorteil dieser Variante liegt darin, daß es in der Verantwortung des Arbeitgebers liegt, sich um die Hardware, die Verbindung und die Software zu kümmern. Der Nachteil liegt darin, daß mit der Hardware des Arbeitgebers gearbeitet werden muß, auch wenn man zu Hause eine bessere Ausstattung hat.

Eigener Rechner

Der Arbeitnehmer nutzt den eigenen Rechner, der Benutzer meldet sich bei einem Terminal-Server-Dienst wie Citrix an, und die Anwendungen werden über den Dienst gestartet nur visuell auf den eigenen Rechner übertragen.

Die Leistung der Anwendungen ist dabei oft sogar höher als bei einer lokal installierten Version, da die Anwendungen üblicherweise auf rechenstarken Zusammenschlüssen von Rechnern ausgeführt werden.

Am besten richtet sich der Benutzer auf dem eigenen Rechner ein separates Benutzerkonto für die Arbeit ein. Damit ist sichergestellt, daß eine saubere Trennung des Arbeitsbereiches erfolgt. Sollte dies nicht möglich oder gewollt sein, sollte wenigstens ein eigener Browser für Arbeitszwecke genutzt werden, der den Anforderungen des Terminal-Server-Dienstes gerecht wird.

Der Vorteil dieser Variante liegt klar darin, daß man sich bei der Benutzung des Rechners nicht umgewöhnen muß und seinen Rechner und die übrigen Hilfsprogramme wie gewohnt nutzen kann. Der Nachteil liegt darin, daß man selber für die Funktionsfähigkeit seines Rechners Sorge tragen muß.

Konferenz

Bei Telearbeit ist es weiterhin erforderlich, Besprechungen abzuhalten. Besprechungen werden dabei entweder als Telephonkonferenzen oder Videokonferenzen durchgeführt. Der Gastgeber der Konferenz ist dabei immer gehalten, die Zugangsdaten individuell für jeden Termin nur an die Teilnehmer der Konferenz zu verteilen. In jedem Fall soll sichergestellt sein, daß nur eingeladene Teilnehmer an einer Konferenz teilnehmen.

Telephonkonferenz

in der Regel stellt der Arbeitgeber die Infrastruktur für Telephonkonferenzen bereit. Es gibt aber auch diverse Anbieter, die kostenfrei Telephonkonferenzen anbieten.

Videokonferenz

Es gibt eine Vielzahl von Softwarelösungen für Videokonferenzen wie Zoom, Microsoft Teams, Cisco WebEx, Jitsi und anderen mehr. Leider sind die meisten Anbieter nicht DSGVO-konform.

Bei Videokonferenzen sollte die Funkion des "Warteraums" aktiviert werden, damit die Teilnehmer nicht spontan in Videokonferenzen hereinplatzen. Die meisten Dienste erlauben es dem Benutzer, ein Bild im Hintergrund zu plazieren oder den Hintergrund mit einem Weichzeichner zu verwischen. Es ist natürlich eine Frage der persönlichen Präferenz, was man den Teilnehmern im Hintergrund zeigen möchte, aber es ist empfehlenswert, den tatsächlichen Hintergrund zu verändern.

Öffentliche Orte

Generell ist nichts gegen die Arbeit an öffentlichen Orten einzuwenden, es sind jedoch ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um den Datenschutz zu sichern.

Bildschirm

Bildschirme sind generell auch schräg von der Seite einsehbar. Wenn sich in direkter Nähe Dritte befinden sollten, ist es ratsam entweder einen Rechner mit einem Display mit aktivierbarem Blickwinkelfilter zu haben oder eine Blickwinkelfolie auf dem Display anzubringen. Durch diese Filter ist die Bildschirmanzeige nur für die direkt for dem Rechner sitzende Person sichtbar, alle anderen sehen nur eine dunkelgraue Fläche.

Informationen

Bei allen Informationen, die mit der Arbeit zu tun haben, ist höchste Achtsamkeit erforderlich. Ausdrucke müssen so positioniert sein, daß Dritte sie nicht sehen oder gar lesen können, Telephonate sind so zu führen, daß sich aus dem Inhalt des Gespräches keine Rückschlüsse auf die Firmen, beiteiligten Personen oder Details zu einem Sachverhalt folgern lassen.